Behandlungen

In der traditionellen chinesischen Medizin stehen mehrere Behandlungsmethoden zu Verfügung.  

Akupunktur

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Was und wofür ist Akupunktur?

Bisher ist die Körperakupunktur als ein jahrhundertealtes Therapieverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) in unseren Breiten am Bekanntesten und am Gebräuchlichsten. Der große Vorteil dieser Methode liegt in ihrer Effektivität und sie ist so gut wie frei von Nebenwirkungen.

Der TCM nach ist der gesamte menschliche Organismus durch Netzwerke- den sogenannten Meridianen- durchzogen, in denen die Energie fließt. Sobald das Gleichgewicht dieses Energieflusses gestört ist, führt dies über kurz oder lang zu körperlichen und seelischen Symptomen und in weiterer Folge zu Krankheit.
Durch den Reiz eines Punktes auf dem Meridian kann der Fluss reguliert werden bzw. eine Blockade oft aufgelöst werden. Dadurch kommt es zu einer Linderung oder Beseitigung der Beschwerden.
Besonders wirksam ist diese Therapie z. B. bei akuten und chronischen Schmerzen jeglicher Form, Problemen des Bewegungsapparates, Allergien, wiederkehrenden Erkältungskrankheiten, Zyklus- und Wechselbeschwerden und Problemen mit dem Magendarmtrakt. Für alle diese Beschwerden können die Körper- als auch die Ohrakupunktur Abhilfe schaffen. Zusätzlich kann die Ohrakupunktur als Unterstützung bei der Raucherentwöhnung dienen.

Bei der Körper- und Ohrakupunktur kommen sterile Einmalnadeln zum Einsatz, die während der Sitzung an den Meridianpunkten verbleiben. Eine Sitzung dauert in der Regel ca. 30 min. Die Beschwerden und Schmerzen lassen oft schon nach den ersten Sitzungen deutlich nach.

Ohrakupunktur

Diese Form der Therapie ist eine Reflexakupunktur. Bei der Ohrakupunktur können ergänzend auch Dauernadeln gestochen werden, die einige Tage verbleiben können. Eine Dauernadel hat nur 1 Millimeter Eindringtiefe und ist sichtbar ca. in der Größe eines Stecknadelköpfchens.

Für diejenigen, welche Angst vor Nadeln haben gibt es auch noch alternativ Ohrsamen oder Magnetkügelchen. Diese werden mit Hilfe eines kleinen Pflasters auf der richtigen Stelle aufgeklebt und können durch regelmäßige Stimulation den darunter befindlichen Akupunkturpunkt reizen und so ihre Wirkung entfalten.

Auch kann als schmerzfreie Variante der Softlaser genutzt werden.

Laserakupunktur/therapie

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Diese völlig schmerzfreie Methode ermöglicht auch die Stimulation der Akupunkturpunkte und kommt bei Kindern und schmerzempfindlichen Personen zum Einsatz. Der Laser wird nicht in die Haut eingestochen, sondern lediglich auf den Akupunkturpunkt aufgesetzt.

Die Lasertherapie kann auch erfolgreich zur Wundheilungsförderung oder auch bei schmerzhaften Gelenken und Muskeln angewandt werden.

Arzneimitteltherapie:

Kräuter

Die traditionelle chinesische Phytotherapie wird bei bestimmten Beschwerden und Erkrankungen in Form von Kombinationen oder auch als Einzelpflanzen angewendet. Ein Vorteil der chinesischen Kräuter ist hier die über Jahrtausende alte Erfahrung ihrer Anwendung. Ich erstelle eine Rezeptur aus kontrollierten Kräutern, Mineralien oder auch tierischen Arzneien, welche dann durch die Apotheke zu einer Mischung für Sie hergestellt wird. Möglich sind hier verschiedene Zubereitungsformen: Einerseits kommen Dekokte (Abkochung und flüssige Variante), als auch Granulate (Pulverform) und hydrophile Konzentrate (v.a. bei Kindern eingesetzte, eher geschmacksneutrale Tropfen) zum Einsatz.

Schröpfen/Moxen/Kinesio-Taping:

Bei der Schröpfbehandlung wird an gewissen Punkten auf der Haut innerhalb der Schröpfgläser ein Vakuum erzeugt.

Moxen kann bei Kälte- und Mangelzuständen eingesetzt werden. Hier werden je nach Beschwerdebild die Akupunkturpunkte mittels Moxazigarre erwärmt.

Kinesio-Taping: Mit elastischen Klebebändern in unterschiedlichen Farben werden in entsprechender Form und Vordehnung Hautareale beklebt. Dadurch können Reflexzonen, Meridiane und auch Lymphfluss erreicht werden und beispielsweise Schmerzen oder Verspannungen gelindert werden.